Dunkle Wolken am Horizont

ein Fortsetzungsroman von Robert Hansen

Kapitel 25

Ein unglaublicher Verdacht

 

Graf Wilhelm Xaver Zacharias von Bröckelberg saß mit seiner Gemahlin, Gräfin Antonia Beatrice Cäcilie, auf der Veranda des spätbarocken Speisezimmers von Schloss Bröckelberg, und nahm voller Wohlbehagen sein Frühstück ein, welches, was der Tradition derer von Bröckelberg entsprach, in klassisch - englischer Manier gehalten war. Dabei schweifte sein gräflicher Blick voller Bewunderung über den sich in voller Pracht darbietenden Schlossgarten, der jetzt - im Frühsommer - in vollster Blüte stand und so durch die Anmut der Natur das Werk des Gärtners vorteilhaft unterstützte. Gräfin Antonia Beatrice Cäcilie, glücklich über das offensichtliche Wohlbefindes ihres Gatten, griff nach der Zitronenpresse, einem alten Familienerbstück derer von Bröckelberg, welches Graf Matthias Moritz Maximilian von Bröckelberg im siebenjährigen Krieg von einem oberschlesischen Ordensbruder geschenkt bekommen haben soll, und träufelte sich noch etwas Zitronensaft in den Tee. Es war ein sonniger Morgen, und alle im Schloss, von den gräflichen Herren bis zu Ronald, dem alten Schuhputzer, der schon Graf Franz Friedrich Ferdinand von Bröckelberg, dem Großvater des jetzigen Grafen, die Reitstiefel geputzt hatte, waren guter Laune. Nichts schien die perfekte Harmonie zu stören, kein Wölkchen trübte den Himmel, und kein Schatten eines bevorstehenden Unglücks schien heraufzuziehen. Doch plötzlich, gerade, als Graf Wilhelm Xaver Zacharias seine Gemahlin mit einer Bemerkung über das Wetter aufzuheitern gedachte, stürmte Adalbert, der alte Butler der gräflichen Herrschaften, in das Speisezimmer. Die Tatsache, dass er einfach so hineinstürmte, ohne sich an die Etikette zu halten, hätte den Grafen und seine Gemahlin in tiefe Bestürzung versetzt. Doch sein von tiefer Sorge zerfurchtes Gesicht, in dem die Augen groß wie Meißner Suppenteller hervorquollen, ließ den Grafen ahnen, dass hier nichts Gutes im Anzug war.

 

 

Wie geht es weiter? Relativ einfach: Eine gefälschte Doktorarbeit, ein zum unpassendsten Zeitpunkt versterbender Professor  und ein gehäckselter Hausmeister sorgen für kurzweilige Unterhaltung des Lesers. Das alles im Stil der Fortsetzungsromane aus der goldenen Zeit der Groschenhefte. Und am Ende wird natürlich alles gut, wie sollte es auch sonst sein...

 

 

© 2018 A.E. Doll, Th. Doll, Robert Hansen

 

TPL_A4JOOMLA-DARKCITY3R-FREE_FOOTER_LINK_TEXT