Das Gebet ist das Mittel der Verständigung mit Gott, äußert sich in Zwiesprache und Forderung, Lob und Dank. Sehr früh haben die Menschen erkannt, dass die Gottheit nicht nur durch Menschen-, Tier- und Pflanzenopfer, sondern auch durch Worte besänftigt werden kann, meist durch Versprechen, die einem Vertrag gleichen. "Gibst du mir, so gebe ich dir", was es auch in der wechselnden Geschichte gewesen sein mochte.

Berühmte Beter werden vorgestellt: die Pharaonen Echnaton und Ramses II, die Religionsgründer Moses und Govind, Jesus, seine Mutter Maria und der Ordensgründer Franz von Assisi; es werden Texte aus dem Ägyptischen Totenbuch, aus den indischen Veden, aus dem 18-Bitten-Gebet usw. gelesen. Über den religiösen Aspekt hinaus verraten die Texte sehr viel von der Kultur der Völker. Die Schönheit der jeweiligen Sprache, in der sie abgefasst sind, lässt sie selbst in der Übersetzung noch als Kunstwerk erscheinen; so sind sie auch für den Literaten von Bedeutung und Interesse, aber auch für jeden, der ein offenes Ohr für die wahren und schönen Dinge hat. Da es sich erwiesen hat, dass das Publikum gerade dieser Lesung sehr interessiert folgt, bietet Anna Elisabeth Doll eine anschließende Gesprächsmöglichkeit an.

"Gebete der Menschheit aus fünf Jahrtausenden", eine Lesung von

Anna Elisabeth Doll am Sonntagvormittag im Pallas der Burg

Dreieichenhain, stieß auf starkes Interesse der zahlreichen

Zuhörer. Beweis dafür war allein schon, daß der einstündigen

Lesung noch einmal nahtlos eine fast ebenso lange Gesprächsrunde

folgte, in der zwanglos in Frage und Antwort Besonderheiten der

Gebetstraditionen der Völker erörtert und vertieft wurden.

(Offenbach-Post)

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