Annette von Droste-Hülshoff wurde 1797 auf der Wasserburg Hülshoff bei Münster in Westfalen geboren und verstarb 1848 auf dem Schloss Meersburg am Bodensee.

Annette hat uns ein großes episches Werk hinterlassen; den gewaltigen Zyklus "Das geistliche Jahr", in dem das Kirchenjahr mit allen Festen vorgestellt wird - die beste geistliche Dichtung in der deutschen Literatur - krönt ihr Lebenswerk. Ihre bekannteste Dichtung aber ist die Novelle "Die Judenbuche". Sie ist in Aufbau, Sprache und Stimmungsgehalt einzigartig.

Annettes Landschaftsdichtung ist aus der Natur der Heimat herausgewachsen. Sie hat die Moorlandschaft, die Heide, die Ebene für ihr Werk entdeckt. Ihre Sprache ist herb, ohne jede Romantik, karg, wie das Land, das die Dichterin immer wieder neu auf ihren Wanderungen erlebt. Zwei Grundkomponenten beherrschen die Dichtung der Droste: Naturverbundenheit und Schwermut. Was die Dichterin der Nachwelt gibt, ist selbst empfunden, selbst erlebt.

Sie wurde in den letzten Jahrzehnten oft verkannt, die liebenswerte, immer etwas kränkliche Dame mit dem großen Herzen. Dass sie jedoch heute auf einem Geldschein erscheint, hebt sie wieder in die Erinnerung.

Sie wird als die größte westfälische und vielleicht auch größte deutsche Dichterin angesehen. Man sollte sich mit ihr befassen. Es lohnt sich.

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