Rilke wurde am 4. Dezember 1875 in Prag geboren und auf den Namen René Karl Wilhelm Johann Josef Maria getauft. Josef Rilke, der Vater, war Beamter bei einer Eisenbahngesellschaft. 1859 hatte er als Offiziersanwärter am italienischen Feldzug teilgenommen.

Wenn wir den Namen Rilke hören, denken wir zuerst an die wunderschöne Sprache, mit der er seine Gedanken zu Bildern malte. Diese Sprache wandelt sich im Laufe seines Lebens, und so muss man das ganze Werk in sich aufnehmen, um Rilke kennenzulernen. Der erste Weltkrieg, der sein Leben stark beeinflusst hat, schlug sich in Gedichten nieder, ebenso seine vielen Reisen. Im Wallis kommt er zur Ruhe, und hier gelingen ihm in der Stille die "Sonette an Orpheus". In seinen letzten vier Lebensjahren schreibt Rilke neben deutschen Gedichten auch solche in französischer und russischer Sprache, die in der Weltliteratur ihren Platz haben werden. Das Spätwerk entzieht sich der Deutung, gleitet ins Mysterium. Rilke starb am 29. Dezember 1926 in Val-Mont. In seinem geliebten Wallis fand er Schutz vor der Welt, hier wollte er seinen letzten Schlaf beginnen.

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