In wenigen Sätzen etwas über das Eigentliche von Hölderlins Dichtung und über seine Bedeutung innerhalb der deutschen und europäischen Geistesgeschichte zu sagen, ist äußerst schwierig. Lassen wir den Heidelberger Literaturhistoriker Paul Böckmann zu Worte kommen, der 1918 im Vorwort zu seinem Buch "Hölderlin und seine Götter" schreibt: "Als wir aus dem Krieg zurückkamen und voller Unruhe suchend umherblickten, vermochten seine Worte uns im Innersten zu treffen; er schien um unsere Nöte und Erwartungen zu wissen, während so manche Gestalt der deutschen Überlieferung uns nicht mehr in dem Glanze erschien wie früheren Generationen. So wurde er uns zum Führer in jene Bereiche des deutschen Lebens, die als verschwiegener Grund unseres Daseins gerade in Zeiten der Not und Verwirrung aufgesucht werden müssen."

 

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